Google+ Bilderwerk: April 2009

Dienstag, 28. April 2009

Diafilme

Ich habe in letzter Zeit mal wieder ein paar Diafilme belichtet und dann beim Einscannen festgestellt, daß der Dynamikumfang tatsächlich größer ist als beim normalen Farbfilm. Mir gefällt das sehr gut, dann so wirkt das Foto am natürlichsten, wie ich finde. Bis jetzt habe ich in meinen Kleinbildkameras hauptsächlich den Fuji Sensia benutzt, aber ich werde doch auch noch ein paar professioneller Diafilme ausprobieren. Letztes Jahr habe ich mal mit meiner Mamiya 7 II drei Mittelformatdiafilme benutzt und ich fand das Ergebnis sehr beeindruckend. Vor allem die Größe der Dias ist klasse. Man sieht mit blossem Auge schon sehr viele Details, wo man beim Kleinbilddia schon einen Diabetrachter oder eine Lupe braucht. Für Mittelformat habe ich einen Fuji Provia 100F RDP III im Kühlschrank. Ich werde den gleichen Film auch mal für das Kleinbildformat ordern und mal mit dem Sensia vergleichen. Ich finde, daß der Sensia einen leichten Blaustich besitzt, was mich ein klein wenig stört. Aber der Preis des Sensia ist eben auch sehr günstig und die Qualität für die meisten Fälle, wie ich finde ausreichend. Diafilme von Kodak habe ich noch nicht ausprobiert, ausser vor über 30 Jahren, da habe ich auch Kodakdiafilme benutzt, aber deren Qualität ist mit den Heutigen nicht zu vergleichen.  Meine 30 Jahre alten Dias, sind im Vergleich zu den Heutigen sehr grobkörnig, wobei die Farbigkeit nicht viel schlechter ist als heute. Vielleicht ist heute das Kontrastverhalten ein wenig besser, aber das sind jetzt rein subjektive Eindrücke. Ich messe so etwas nicht aus, sondern entscheide rein vom Aussehen her und ob es mir eben gefällt.

Hier folgen jetzt noch ein paar Fotos, die ich in meinem Urlaub in Leipzig auf Diafilm geschossen habe, ich hoffe sie gefallen euch. 

Kirschblüte
Kirschblüte von Michaela-W bei Flickr

Steiler Zahn
Steiler Zahn von Michaela-W bei Flickr

Donnerstag, 9. April 2009

Holga

Nach dem mein letzter Versuch mit meiner Holga ein paar Bilder aufzunehmen, ein Reinfall war, sind die letzten Fotos mit der Plastikkamera ganz gut geworden. Ich habe zum Glück einen guten Rat von jemanden erhalten, der sich mit dem Umgang mit der Kamera besser auskennt und ich habe den Rat befolgt. Die letzte Serie war total unterbelichtet, was daran lag, daß ich einen Film eingelegt hatte, der nur 100 ASA hatte. Es ist also sinnvoll einen Film in die Toycamera einzuspulen, der mindestens 400 ASA hat, auch wenn die Sonne scheint. Ich habe also beim letzten Versuch einen Kodak Porta 400 VC genommen und bin damit auf dem auf die Jagd gegangen. Meine Fotosafari war nicht sehr aufwendig, da ich nur dreimal auf dem Weg nach Hause anhalten mußte, um den Film mit 12 Bildern voll zu bekommen. Zum Glück bot auch der Weg einige interessante Ansichten, dank der Umleitung, die ich seit einiger Zeit fahren muß. Also ich habe gestern die Bilder vom Entwickeln abholen können und habe sie auch gestern Abend gleich eingescannt. Die Besten Bilder folgen also hier:

Auf dem Bahndamm
Auf dem Bahndamm von Michaela-W bei Flickr

Poller
Poller von Michaela-W bei Flickr

Alter Bahndamm
Alter Bahndamm von Michaela-W bei Flickr

Baumstumpf
Baumstumpf von Michaela-W bei Flickr

Strommasten
Strommasten von Michaela-W bei Flickr

Baum mit Fels
Baum mit Fels von Michaela-W bei Flickr

Wie man den Fotos ansieht, sind die Bilder nur in der Mitte scharf und das auch nicht gerade übermässig. Die Bilder haben eine ziemlich starke Vignettierung, was bedeutet, das die Ecken dunkler sind als die Mitte des Bildes. Das Bild wirkt insgesamt etwas flau und wirkt auch irgendwie tunnelartig. Genau wegen dieser Effekte und des nicht immer vorhersehbare Ergebniss, macht das Fotografieren mit der Holga so interessant. Es ist ein Erlebnis, das der jetzigen High-Tech Fotografie diametral entgegen läuft. Die Kamera ist billigst aus Plastik, die Linse auch und man fotografiert auf Rollfilm. 

Meine Holga war meine erste Mittelformatkamera und als ich vor über einem Jahr den ersten entwickelten Film in Händen hielt, war ich vom Mittelformatfieber infiziert. Der Holga ist es also zu verdanken, daß ich inzwischen eine Mamiya 7 II mit einigen Objektiven, eine Mamiya RB 67 S mit ein paar Objektiven und noch zwei kleine Fuji Mittelformatkameras mein Eigen nennen kann. Es ist einfach ein schönes Erlebniss ein Dia im Format 6x7 in Händen zu halten, wahrscheinlich ist da nur noch durch noch grössere Formate zu toppen, aber das wäre jetzt ein Thema für einen späteren Artikel.

Die Serie von letzter Woche war nicht mein erster Versuch mit der Holga Fotos zu machen, aber es ist der bis jetzt erfolgreichste. Ich werde sicher nächste Woche, wenn ich ein paar Tage in Leipzig weile, meine Holga mitnehmen und auch einsetzen, aber auch meine Mamiya 7 II und noch ein paar weitere Kameras ;-).